Tobias Berndt

Der 1979 in Berlin geborene Bariton Tobias Berndt erhielt seine erste musikalische Ausbildung während seiner zehnjährigen Mitgliedschaft im Dresdner Kreuzchor. Als Knabensopran sang er u.a. an der Dresdner Semperoper und der Komischen Oper Berlin den ersten Knaben in Mozarts „Zauberflöte“.

Von 2000 bis 2006 studierte Tobias Berndt Gesang bei Hermann Christian Polster an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Er setzte seine Ausbildung bei Rudolf Piernay an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim fort, wo er im Mai 2008 mit dem Konzertexamen sein Studium erfolgreich abschloss.

Er belegte Meisterkurse bei Theo Adam, Wolfram Rieger, Norman Shetler, Irwin Gage, Julia Varady und mehrfach bei Dietrich Fischer-Dieskau.

Ausgezeichnet mit dem „Mauersberger-Stipendium“, dem „Artländer Musikpreis“ und einem Stipendium der „Hans und Eugenia Jütting-Stiftung“, war er bereits erfolgreich bei verschiedenen Wettbewerben. Er wurde Preisträger u.a. beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin 2004, beim internationalen Wettbewerb für Liedkunst der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart 2007 und bei der internationalen Sommerakademie des Mozarteums in Salzburg 2008.

Zuletzt gewann Tobias Berndt den 1. Preis beim internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb in Pörtschach 2008 und einen Sonderpreis beim Internationalen Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ in Graz 2009. Seinen größten Erfolg feierte Tobias Berndt mit seinem Pianisten Alexander Fleischer im Februar 2009 in Berlin mit dem Gewinn des hochkarätigen Wettbewerbes „Das Lied - International Song Competition“ unter dem Jury-Vorsitz von Thomas Quasthoff.

Sein umfangreiches Konzertrepertoire erstreckt sich von Claudio Monteverdis Marienvesper über die großen Oratorien und Passionen Johann Sebastian Bachs und Georg Friedrich Händels, die bedeutenden chorsinfonischen Werke, wie Joseph Haydns „Die Schöpfung“, dem „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy oder dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms, bis hin zu Werken des 20. Jahrhunderts, wie z.B. Benjamin Brittens „War Requiem“.

Opernengagements führten ihn u. a. an das Schlosstheater Rheinsberg und an das Theater Gera. Er arbeitete hier bereits mit herausragenden Barockspezialisten, so u. a. 2008 mit Howard Arman. Neben barocken Opern von Telemann, Piccinni, Traetta und Händel war er in den Dramatischen Szenen „Mozart und Salieri“ von Rimsky-Korsakow in der Rolle des Salieri zu hören, sowie in Eduard Künnekes Operette „Der Vetter aus Dingsda“ als 2. Fremder.

Tobias Berndt widmet sich außerdem sehr intensiv dem Liedgesang. Neben seinen Erfolgen bei internationalen Liedwettbewerben gibt er zahlreiche Liederabende u. a. mit bekannten Zyklen wie der „Winterreise“ und „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert, dem umfangreichen Liedschaffen Robert Schumanns und Hugo Wolfs oder „Die schöne Magelone“ von Johannes Brahms bis hin zu zeitgenössischen Werken.

Tobias Berndt gastiert bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Prager Frühling, dem Leipziger Bachfest, den Händel-Festspielen Halle, den Dresdner Musikfestspielen, den Schumann-Tagen-Zwickau und dem Europäischen Musikfest Stuttgart.

Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn ins europäische Ausland, in die USA, nach Chile, Japan und Südkorea.

Zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen belegen seine künstlerische Arbeit.



Tobias Berndt hat folgende Konzerte mit der Jungen Marburger Philharmonie aufgeführt:



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